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Lexikon rund um den Hund - Buchstaben W bis Z
| Wamme | Wasserstoff (H) | Welpen | Welpenverkauf | Widerristhöhe | Wirbelsäule | Wurmbefall | |
| Xanthin | |||||||
| Überbiss | Übergangsphase | Übergewicht | |||||
| Zahnstein | Zangenbiss | Zecken | Zerrspiel | Zink | Zucht | Zug und Hund | Zwingerhusten |
Wamme
Lockere Kehlhaut. Bei einigen Rassen ist die Wamme Zuchtziel (z.B. Bernhardiner, Mastino Nepolitano, Shar Pei).
Wasserstoff (H)
farb- und geruchloses Gas, bildet zusammen mit Kohlenstoff (C) den Baustein aller organischen Verbindungen. Die Wasserstoff-Ionen-Konzentration, pH oder W.-Zahl CH bzw. (H+) ist ein Mass für die Stärke der sauren oder alkalischen Reaktion einer Flüssigkeit.
Welpen
Der Hund in der Zeit von Geburt bis zur vollendeten 11. Lebenswoche.
Welpenverkauf
Jeder Welpe sollte vor dem Verkauf gegen Staupe, Hepatitis und Leptospirose, geimpft sein, was heute bereits in der achten Lebenswoche durchgeführt werden kann.
Vor Vollendung der 8. Lebenswoche sollten Welpen nicht hat abgegeben werden.
Widerristhöhe
oder Schulterhöhe; wird vom Boden bis zum Widerrist in senkrechter Linie gemessen.
Wirbelsäule
Die Wirbelsäule* des Hundes besteht aus: 7 Hals-, 13 Brust-, 7 Lenden-, 3 Kreuz- und 20-23 Schwanzwirbeln.
Wurmbefall
Zwei Hauptgruppen von Würmen können den Hund befallen:
- Nematoden: Spul, Haken- und Peitschenwürmer.
- Cestoden: Bandwürmer.
Xanthin
mit der chem. Formel (auch Harnoxyd genannt) ist eine Purinbase (s. Purin), die im Stoffwechsel eine Rolle spielt und mit Hilfe von Molybdän (s. Molybdän) verstoffwechselt wird.
Überbiss
Die Schneidezähne* des Oberhiefers ragen über die Schneidezähne des hinaus.
Übergangsphase
3. Lebenswoche
Gewöhnlich öffnen sich um den 13. Lebenstag die Lidspalten und äußeren Geörgänge der Welpen. Mit der Entwicklung der Sehfähigkeit, dem Gehör und dem Geruchsinn um den 17. und 18. Tag beginnt sich für den jungen Hund das Leben zu ändern. Sie beginnen nun miteinander Kontakt aufzunehmen und versuchen alles in´s Maul zu nehmen. Die Ohren, Nasen oder Pfoten der Geschwister bleiben nicht mehr verschont.
Ein weiteres Verhalten ist sehr bedeutsam, sie beginnen das Maul der Mutter zu ereichen. Die Hündin beginnt ebenfalls um den 18. Lebenstag ihren Welpen einen vorverdauten Brei vorzuwürgen. Die Welpen entdecken, dass sie durch stoßen der Nase in die Maulwinkel der Hündin, sie dazu animieren können den begehrten Futterbrei hervorzuwürgen. Dieses Betteln nach Futter wird zu einem Begrüßungs- und Zuneigungsritual sowohl ihrer Mutter als auch dem Menschen gegenüber.
Bis zum 20. Lebenstag verbleiben die Welpen im Lager und zeigen keinerlei Angstreaktionen. Selbst beim Griff des Menschen in das Welpenknäuel werden die neuen Fähigkeiten eingesetzt. Sie schnuppern, schlecken und nehmen die Finger in´s Maul. Um den 21. Lebenstag erwacht dann plötzlich der Trieb das Lager zu verlassen und der Mutter zu folgen.
Nun tritt auch der Rüde gegenüber den Welpen in Erscheinung. Er fordert sie sofort zum spielen auf und stupst sie mit der Nase umher. Die Welpen werfen sich dann laut schreiend auf den Rücken und der Rüde wendet sich ab. Dieses darbieten der Bauchseite und der Kehle funktioniert als eine Art Agressionshemmer. Es animiert sogar die meisten älteren Hunde zu Pflegehandlungen, wie Bauchmassage mit der Zunge. Auch noch im Erwachsenenalter zeigen uns die Hunde ihre Unterwürfigkeit auf diese Weise und er will am Bauch gekrault werden.
Durch das grobe Spiel des Rüden lernen die Welpen das die Welt ausserhalb der Wurfhöhle voller Gefahren steckt. Nachdem sie wieder aufgestanden sind rennen sie schnell wieder in die Höhle zurück wo sie Sicherheit und Geborgenheit finden. Haben sie diese Lektion gelernt ist die frühkindliche Vertrauenseligkeit verschwunden. Streckt man nun die Hand in die Wurfhöhle wird man feststellen das sie sich erstmal ängstlich zurückziehen oder sogar schon drohend knurren.
Übergewicht
Mit den Jahren ist die Beziehung zwischen Mensch und Hund immer enger geworden, und das hat auch dazu beigetragen, daß unsere vierbeinigen Freunde immer besser versorgt werden. Im großen und ganzen ist das eine erfreuliche Entwicklung, doch leider tun manche Halter auch zuviel des Guten. Es ist falsch verstandene Liebe, wenn Sie Ihren Hund überfüttern! Dicke Hunde gehören oft zu dicken Haltern, die ihre überflüssigen Pfunde selbst nicht wahrhaben wollen. Übergewicht sollte man jedoch keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen.
Eine Krankheit
Hat das Übergewicht einmal eine gewisse Grenze überschritten, so wirkt sich das negativ auf den allgemeinen Gesundheitszustand aus. Es belastet das Herz, den Kreislauf sowie die Atmung und kann Diabetes verursachen oder verstärken; auch das Risiko bei einem chirurgischen Eingriff ist wesentlich höher, da die Narkose hier ein echtes Problem darstellt. Übergewicht geht oft mir Nährstoffmangel und Unfruchtbarkeit einher und führt auf lange Sicht zu Störungen des Bewegungsapparates (Arthrose, Bandscheibenprobleme und Bänderrisse).
Die Ursachen
Fast alle dicken Hunde sind überernährt; achten Sie darauf, daß Ihr Vierbeiner nicht mehr frißt, als sein Körper verbraucht. Ein Hund, der einmal Fett ist, kommt nur ganz schwer von seinem Gewicht wieder runter. Hier können dann nur noch konsequente Diätmaßnahmen Abhilfe schaffen. Bei rund 25 % der übergewichtigen Hunde scheinen dagegen Hormonstörungen (hervorgerufen durch eine Schilddrüsenerkrankung) die Ursache zu sein. Kastrierte Rüden nehmen oft leichter zu als andere. Bei sterilisierten Hündinnen kommt die Gewichtszunahme von verminderter körperliche Aktivität. In seltenen Fällen liegt eine Schädigung des Hypothalamus vor, der das vegetative Nervensystem und damit auch den Fettstoffwechsel steuert. Auch die Psyche sollte man nicht außer acht lassen: Ein schlanker, gut gebauter, ausgeglichener Hund kann zum Beispiel nach einem Schock ein völlig anderes Freßverhalten entwickeln.
Was kann man tun?
Die Ernährung des jungen Hundes ist die Grundlage für seine spätere Entwicklung! Wird schon der Welpe überfüttert, legt sein Körper eine überdurchschnittlich große Anzahl von Fettzellen an, die sich mit fortschreitendem Wachstum dann nur zu füllen brauchen und schließlich zu unschönen Fettpolstern werden. Erziehen Sie Ihren Hund also rechtzeitig zu maßvollem Fressen, und achten Sie von Anfang an auf ausgewogene, vollwertige Kost anstelle von ungesunden Leckerbissen!
Wenige, aber konsequent durchgehaltene Maßnahmen bringen die überflüssigen Pfunde Ihres Lieblings wieder zum Schmelzen! Zunächst einmal müssen Sie sich eingestehen, daß Ihr Hund zu dick ist und daß er damit ein ernstzunehmendes Problem hat. Dann rechnen Sie aus, wie viele Kalorien er täglich zu sich nimmt und reduzieren diesen Wert um ein Drittel. Kaufen Sie spezielle Diätnahrung, denn es ist wichtig, daß der Hund die gleiche Futtermenge wie vorher, aber weniger Kalorien bekommt. Unterteilen Sie seine Tagesration in mehrere kleine Mahlzeiten, und achten Sie darauf, daß er sich nichts stibitzen kann. Außerdem sollte er viel trinken. Verschaffen Sie ihm ausreichend Bewegung. Wiegen Sie ihn in regelmäßigen Abständen - Fortschritte motivieren auch Sie zum Durchhalten! Hat Ihr Freund erst wieder "Traummaße", sollten Sie nicht wieder in alte Fehler verfallen, sondern darauf achten, daß er seine Linie behält.
Besonders anfällige Rassen
Kein Hund neigt mehr zu Übergewicht als der Cocker Spaniel. Halter dieser Rasse müssen der Ernährung ihres Vierbeiners besondere Aufmerksamkeit widmen. Weitere potentielle Dickerchen sind: Labrador, Cairn Terrier, West Highland White Terrier, Pudel und Dackel.
Zahnstein
entsteht von bakteriellen Belägen durch Einlagerung von Mineralien; die Häufigkeit des Auftretens wird einerseits genetisch bedingt erklärt und andererseits durch die Futterzusammensetzung. Generell führen kohlehydratreiche Futter (Trockenfutter) vermehrt zu Zahnstein. Nach eigenen Beobachtungen können zwei Hunde gleichen Alters und Gewichts bei derselben Fütterung unterschiedlich stark Zahnstein haben. Abhilfen sind individuell vorzunehmen. Am besten hat sich (in Narkose) die Entfernung mittels Ultraschall bewährt. Harte Bisquits versprechen (in weniger gravierenden Fällen) ebenfalls eine gewisse Prävention; allerdings führt man dann wiederum Kohlehydrate zu, sodass bei zu grossen Mengen (bei disponierten Hunden) wiederum das eintritt, was man zu verhindern sucht! Eine weitere Möglichkeit ist das Zufüttern von z.B. aufgespaltenen Rindergelenkknochen, wobei sehr häufig Durchfall resultiert. Sofern die Möglichkeit besteht, sollte nach einer Entfernung mittels Ultraschall, mit Zähneputzen (es gibt spezielle Hundezahnbürsten im Handel) begonnen werden. Spezielle Zahnpasten für diesen Zweck kann man ebenfalls kaufen.
Zangenbiss
Die Schneidezähne des Oberkiefers befinden sich exakt über den Schneidenzähnen des Unterkiefers-
Zecken
Der Winter ist vorbei und das Frühjahr beginnt . Damit beginnt auch wieder die Zeit der Zecken und Flöhe ! Da hilft nur eins : Vorbeugen ! Neben Pump-Sprays gibt es nun auch Ampullen zum Auftropfen . Allerdings ist dieses Mittel nur über den Tierarzt zu bekommen , da dies verschreibungspflichtig ist .
Zecken können auch Lyme-Borreliose übertragen . Etwa 1/3 der heimischen Zecken , die in Laub- und Mischwäldern leben , ist damit infiziert . Ist ein Hund von solch einer Zecke gebissen worden , sind die ersten Anzeichen Fieber , Müdigkeit und Appetitlosigkeit . Dies kann weitergehen mit einem Befall der Gelenke und wechselnder Lahmheit . Im fortgeschrittenen Stadium kann dies auch zu Herz- , Nervensystem- , Nieren- , oder anderen Organfunktionsstörungen führen . Aus diesem Grund ist es ratsam , seinen Hund gegen Lyme-Borreliose impfen zu lassen . Zusätzlich ist aber eine vorbeugende Behandlung gegen Zecken zu empfehlen.
Zerrspiel
Jeder Hund muß auch einmal nach Herzenslust etwas kaputtmachen, totschütteln, zerknautschen dürfen, weil es seinen natürlichen Anlagen entspricht. Schenken Sie ihm ein weiches, ungiftiges Spielzeug, und kämpfen Sie mit ihm darum, reizen Sie ihn so lange, bis er sich wirklich knurrend oder schnaubend darauf stürzt und die "Beute" packt, schüttelt und kräftig mit den Zähnen bearbeitet.
Das macht es jedem Hund leichter, stundenlang ruhig und diszipliniert zu sein, und es erhöht seine Bereitschaft zu für ihn langweiligen Übungen wie "Bei Fuß".
Zink
Zink ist Bestandteil und Aktivator vieler Enzyme. Zinkmangel führt zu Gesundheitsstörungen wie verzögerter Wundheilung, Beeinträchtigung des Immunsystems und Sehschwäche, wohingegen hohe Zinkzufuhr giftig ist. Austern, rohes Fleisch und Vollkornprodukte sind gute Zinkquellen.
Zucht
Der Versuch Nachkommenschaft mit bestimmten äusseren und charakterlichen Eigenschaften, durch gezielte Paarung ausgesuchter Elterntiere zu erreichen.
Zug und Hund
Im Allgemeinen ist der Zug ein gutes Fortbewegungsmittel für Reisen mit Hund. Es gibt allerdings einige Einschränkungen.
Hauptreisezeiten sollten, wenn irgendwie möglich gemieden werden. Empfehlenswert ist auch, für längere Strecken, ab ca. 6 Stunden, Umsteigepausen einzulegen, um mit dem Hund Gassi gehen zu können. Ein Abteilwagen ist immer günstiger als ein Großraumwagen, weil es dort mehr Platz für den Hund gibt.
Kleine Hunde werden in Deutschland kostenlos befördert, sofern sie in einer Transportbox sind, für Hunde an der Leine muß der halbe Fahrpreis bezahlt werden. Es gibt übrigens auch Wochen-, Monats- und Jahreskarten für Hunde. Im Liege- und Schlafwagen muß das komplette Abteil gebucht werden. Leider können für Hunde keine Reservierungen vorgenommen werden.
Wichtigste Voraussetzung für die Mitnahme eines Hundes im Zug ist dessen einwandfreies Benehmen. Auf engstem Raum mit Menschen untergebracht, die vielleicht Hunde nicht sonderlich mögen, kann ein agressives, aber auch freudiges Belästigen des Hundes Probleme machen. Die Mitreisenden im Abteil müssen mit dem Hund einverstanden sein.
Bevor man mit Hund und Gepäck eine Reise startet, empfiehlt es sich, vorher eine kurze Probefahrt mit Hund und ohne Gepäck zu machen. Auch große Hunde können beim Ein- und Aussteigen Probleme haben.
Um einen möglichst ruhigen Hund im Zug zu haben, sollte man vor Antritt der Reise einen langen, intensiven Spaziergang mit dem Hund machen. Die Mahlzeit vor der Reise sollte ausfallen, damit der Hund sich unterwegs weniger lösen muß.
Es empfiehlt sich, sein Gepäck im Rucksack mitzunehmen, um beide Hände für den Hund frei zu haben. Im Gepäck sollte auf jeden Fall Trinkwasser für den Hund sein. Bewährt haben sich auch hier wieder die sogenannten Pocket-Näpfe, zusammenfaltbare Trinknäpfe für die Hosentasche.
Zwingerhusten
Der Zwingerhusten ist eine Faktorenkrankheit, d. h., daß mehrere ungünstige Ursachen zum Ausbruch der Erkrankung beitragen:
Zum einen sind es verschiedene Erreger, insbesondere Bordetellen und das Parainfluenza-Virus. Zum anderen sind es klimatische Bedingungen wie Feuchtigkeit und Durchzug. Ferner begünstigt die Haltung von mehreren Hunden auf engem Raum den Zwingerhusten. Die geschwächten oder gestreßten Hunde stecken sich gegenseitig durch Kontakt an. Doch auch einzeln gehaltene Tiere sind gefährdet, z. B. beim täglichen Spaziergang oder auf Ausstellungen.
Die Erkrankung fängt meist mit klarem Nasen- bzw. Augenausfluß und quälendem, trockenem Husten an. Wird der Husten nicht rechtzeitig erkannt und behandelt, verschlimmert sich der Zustand bis hin zu Lungenentzündungen. Der Zwingerhusten ist selten tödlich, doch kann sich die Erkrankung selbst unter tierärztlicher Behandlung mehrere Wochen hinziehen.

