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Lexikon rund um den Hund - Buchstabe S

Salze Sanitätshunde Scheinträchtigkeit  Scherengebiss  Schiff und Hund Schlanke Hunde leben länger Schlittenhundesport  Schulterblatt
 Schutzdienst- Ausbildung Schwanzwedeln  Schwefel  Selen (Se) SKG Sozialisierung  Sozialisierung- sphase Sprunggelenk
 Spuren- elemente  Staupe  Stehtage  Stoffwechsel  Stubenreinheit      

 

Salze

entstehen aus der Reaktion von Säuren und Basen (s. auch ph-Wert); sie reagieren in wässriger Lösung neutral (pH 7).

Ihre Bedeutung in der Ernährung ist sehr gross. Sämtliche (metallischen) Mengen- und Spurenelemente (s. Mengenelemente und Spurenelemente) liegen in Salzform vor. Das heisst, wenn in einem Futtermittel beispielsweise angegeben ist, dass 100g davon 400mg Natrium (Na) enthalten, so kann dieses Natrium nur in Salzform vorliegen, gebunden an sogenannte Anionen (= negativ geladener Säurerest eines Elektrolyten in wässriger Lösung); das Natrium wäre demnach das Kation (= positiv geladener Teil des Moleküls). Mit andern Worten, liegt das Natrium z.B. in Form seines Sulfates vor (Na2SO4), so sind nicht 400mg Natriumsulfat im Produkt, sondern 2.47g Natriumsulfat, weil darin 16.2% Natrium, entsprechend 400mg enthalten sind.

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Sanitätshunde

Eine bei uns, in der Schweiz zu hoher Vollendung gebrachte Sparte der Ausbildung der Gebrauchshunde. Grundlegend für die Prüfung ist wie bei allen Gebrauchshunden die Unterordnung, wobei hier auch Apportieren, Kriechen, Sprung über die Hürde sowie Weitsprung und Beweis der Schussgleichgültigkeit gehören.
Die andere Gruppe der Übungen betrifft die Nasenarbeit; Revieren nach Versuchpersonen.

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Scheinträchtigkeit

Die Scheinträchtigkeit beginnt etwa sieben Wochen nach der Läufigkeit bei der Hündin. Erkennbar ist sie dadurch, dass das komplette Gesäuge der Hündin anschwillt und bei manchen milchähnlicher Sekret aus den Zitzen tritt. Hinzu kommt noch, das sie den Appetit verliert, gereizt ist oder nicht zur Ruhe kommt und ständig sich einen Ort zum Niederlassen sucht. Ebenfalls ein Anzeichen der Scheinträchtigkeit ist das umhertragen und beschützen von Spielzeugen als Welpenersatz, Nestbauten, ja sogar Gewichtszunahme und wehenähnliche Krämpfe. Allerdings hilft hier dem Irrglauben einiger Hundehalter zum Trotz auf keinen Fall eine richtige Trächtigkeit. Denn eine Scheinträchtigkeit ist eine rein hormonelle Steuerung des Zyklus der Hündin. Um und einige Wochen nach der Freisetzung der Eizelle in der Läufigkeit steigt das Trächtigkeitsschutzhormon Progesteron an, bei tragenden und nicht tragenden Hündinnen in gleicher Weise. Die Gebärmutter wird "umgebaut" und es kommt zu einer Gesäugeentwicklung. Nach etwa vier bis fünf Wochen steigt der Prolaktinspiegel (Prolaktin ist das Hormon zur Milchentwicklung) und es kommt zur Milchabsonderung. Hormonell durchläuft jede Hündin eine Scheinträchtigkeit nach der Läufigkeit. Durch die individuelle Ansprechbarkeit der betroffenen Organe und die Hormonbildung entstehen verschiedene Erscheinungsbilder wie anfangs aufgeführt, die auf eine Scheinträchtigkeit schließen lassen. Aber man muß eine Scheinträchtigkeit nicht unbedingt erkennen können, denn oft gibt es keine Anzeichen die einen solchen Schluß zu lassen könnten. Sie bleibt also unbemerkt. Es können aber durch eine Scheinträchtigkeit auch Erkrankungen wie zum Beispiel Gesäugeentzündungen entstehen. Allerdings gibt es keinen Zusammenhang zwischen Gebärmuttererkrankungen und Gesäugetumoren und der Scheinträchtigkeit. Starke neurotische Erscheinungen, erhöhte Hitze, Rötungen und starke Schwellungen des Gesäuges, Milchstau und länger anhaltender Milchfluss, animiert durch das Lecken an den eigenen Zitzen, lassen meistens nur noch die Einnahme von Medikamenten zu. Ob die Scheinträchtigkeit altersabhängig ist, konnte bis heute noch nicht sicher festgestellt werden. Allerdings konnte man feststellen, das besonders kleine Hunderassen, hier am meisten betroffen ist der Teckel, zur Scheinträchtigkeit neigen. Bei großen Hunden fiel besonders der Deutsche Boxer auf. Gefördert wird die Scheinträchtigkeit auch durch den Wohlstand, den die Hündinnen durch den Menschen erfahren und durch die Einzelhaltung. In der Natur fällt ein Zyklus aus, wenn Nahrungsmangel auftritt. Denn hier hat das Überleben Vorrang vor der Fortpflanzung. Und dies steckt in der Erbmasse des Hundes noch drin. Auch die Fähigkeit bei nicht tragende Hündinnen, die als Pflegemutter einspringen ist in unseren Hunden erhalten geblieben, ebenfalls ein Auslöser der Scheinträchtigkeit.

Nimmt die Scheinträchtigkeit Überhand, ist ein Gang zum Tierarzt unumgänglich. Es empfiehlt sich bei übermäßigem Milchfluss den Tierarzt nach Medikamenten mit dem Wirkstoff Cabergolin zu befragen. Diese hemmen die Milchproduktion und haben sich als für den Hund besonders verträglich und mit den wenigsten Nebenwirkungen behaftet erwiesen. Bei geschwollenem Gesäuge empfiehlt sich eine Salbe, die durchblutungsfördernd und schmerzmildernd wirkt. Dadurch bildet sich das Gesäuge schneller zurück. Es muss unbedingt verhindert werden, das die Hündin sich selbst die Milch absaugt, dadurch wird die Milchproduktion nur weiter animiert. Im Notfall hilft eine Halskrause, sollte die Hündin nicht anders davon abgebracht werden können. Unterstützend helfen der Einzug der Spielzeuge, längere Spaziergänge und viel Beschäftigung und leichte, flüssigkeitsarme Nahrung. Sollte aber alles dies nichts mehr helfen, sollte man sich mit seinem Tierarzt über eine mögliche Kastration beraten. Es ist ein genaues Abwegen zwischen dem operativen Eingriff und der Langzeiteinahme von Medikamenten mit Nebenwirkungen und der hinzu kommenden seelischen Belastungen für Mensch und Tier zu empfehlen. Der Halter sollte sich über alle Möglichkeiten genau mit seinem Tierarzt beraten.

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Scherengebiss

Normales Biss, die Schneidezähne greifen knapp über die Zähne des Unterkiefers. Bei vielen Rassen Foderung des Zuchtstandards.

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Schiff und Hund

Da es sehr unterschiedliche Reisemöglichkeiten auf Schiffen für Hunde gibt, werde ich gezielt auf jede Möglichkeit eingehen.
Die meisten Hunde kennen keine Seekrankheit, da aber Ausnahmen möglich sind, sollten auch hier vor einer längeren Fahrt mehrere kurze Fahrten erfolgen, um dieses auszutesten. Wenn die Hunde mit an Deck dürfen, fühlen sie sich im Allgemeinen sehr wohl.
Vorsicht bei Schiffstreppen: sie sind oft sehr steil, scharfkantig und pfotenunfreundlich. Mancher Hund ist auch verunsichert, wenn die Stufen nur aus einem Gitterrost bestehen und er bis nach unten durch sehen kann.
Auch solche Treppen müssen vorher in Ruhe trainiert werden und Hunde sollten ohne Angst über Lichtroste laufen können.
Was jeder Hundebesitzer bei so einer Reise erst recht dabei haben muß, sind Tüten, um die Geschäfte seines Hundes entsorgen zu können.

Fähren

Auf vielen Fährlinien, z.B. auf dem Mittelmeer müssen die Hunde im Auto bleiben. Bei Fahrten bis zu maximal 8 Stunden ist es zumutbar, aber bei Fahrten zu den Balearen oder zu den Kanarischen Inseln (fast 90 Stunden Überfahrt) ist es für Hunde eine sinnlose Quälerei.
Es empfiehlt sich, in dem Fall wirklich bei allen Reedereien anzufragen, und es gibt wirklich sehr unterschiedliche Bedingungen für Hunde.
Auf den Fähren nach Skandinavien, die im Schnitt 24 Stunden dauern, dürfen die Hunde mit an Deck. Dort gibt es auch sogenannte Hundetoiletten. Die bestehen in der Regel aus einem 3-4 m² großen Sandkasten, der während der Überfahrten nicht gesäubert wird. Ob man seinem Hund beibringen kann, dort seine Geschäfte zu erledigen, ist oft fraglich. Mein Hund Merlin löst sich auf Kommando, wenn er den Drang dazu hat. Wer das seinem Welpen beibringt, hat auf solchen Reisen natürlich echte Vorteile.
Auch auf den italienischen und französischen Linien ist es so gut wie immer erlaubt, den Hund mit an Deck zu nehmen. Innerhalb Griechenlands dürfen die Hunde auch oft mit an Deck. Bei den spanischen Reedereien ist es generell so, daß die Hunde im Auto bleiben müssen, Ausnahmen sind mir nicht bekannt.
Wenn der Hund im Auto bleiben muß: fragen Sie, wie oft Sie auf das Autodeck dürfen. Wenn der Hund mit an Deck darf, heißt es noch lange nicht, daß er auch mit in die Kabine darf. Erkundigen Sie sich vorher, im Süden kann es auch ganz reizvoll sein, nur eine Deckpassage zu buchen und die Nacht gemeinsam mit dem Hund auf Deck zu verbringen. Hunde schätzen es sehr, wenn Herrchen und/oder Frauchen neben ihnen auf dem Boden schlafen.

Kreuzfahrtschiffe

Mir ist nicht bekannt, ob es wirklich eine Reederei gibt, wo es erlaubt ist, Hunde mitzunehmen. Ich hoffe nicht, denn eine mehrtägige Kreuzfahrt ist für einen Hund eine unzumutbare Quälerei.

Hausboote

Ein Hausbooturlaub ist wohl die angenehmste Variante für einen Hund. Man fährt langsam durch schöne Landschaften und kann jederzeit anlegen und mit dem Hund spazieren gehen. Hausbooturlaube sind in Frankreich, Holland, Belgien, Deutschland und ab dem 1.4.2000 auch in Großbritannien möglich.
Auf den Booten ist zwar meistens sehr wenig Platz, aber dadurch wird man auch zu Landgängen gezwungen. Badefreudige Hunde kommen hier voll auf ihre Kosten.

Segelboote

Segeltörns müssen so geplant werden, daß mehrmals am Tag ein Landgang möglich ist. Auch die Hunde sollten sicherheitshalber eine Schwimmweste tragen.

Kanus und Ruderboote

Viele Hunde scheuen sich davor, einen wackligen Untergrund zu betreten.
Wenn sie aber erst mal merken, wieviel Spaß es machen kann, kommen sie gern mit. Vor einer längeren Wanderfahrt mit Gepäck muß sich der Hund daran gewöhnen, sich im Boot ruhig zu verhalten und wissen, daß er nicht einfach raus springen darf, um Enten zu jagen.

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Schlanke Hunde leben länger

Im Alter stellt sich der Stoffwechsel des Hundes um. Hinzu kommt, daß ein älterer Hund meist weniger aktiv ist. Daher ist der Energie-, also Kalorienbedarf, um rund 20 % geringer als bei einem jungen Tier. Füttert man einfach wie bisher, kann der Hund dick werden. Wird die Futtermenge, um Kalorien zu sparen, verringert, bleiben aber leider wichtige Nährstoffe wie Vitamine und Mineralien auf der Strecke. Und gerade darauf ist ein alter Hund besonders angewiesen. Besser geeignet ist daher ein spezielles Futter wie das im Waltham-Zentrum für Heimtierhaltung und -ernährung entwickelte ADVANCE Senior, das gezielt auf den Ernährungsbedarf älterer Hunde abgestimmt ist.

Hunde, die bereits schon zu viele Pfunde mit sich herumtragen, sollten unbedingt gezielt auf Diät gesetzt werden, denn: Hunde, die gut in Form sind, haben im Durchschnitt eine längere Lebenserwartung als Hunde mit Übergewicht!

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Schlittenhundesport

Die Hunde

Es werden fünf Rassen an Nordischen Hunden unterschieden die hauptsächlich im Schlittenhunde-Sport eingesetzt werden:

Sibirian Husky

Eine richtige Rennmaschine. Er stammt aus dem Nordosten Sibiriens vom Volke der Tschuktschen.

Alaskan Husky

Er ist der schnellste alles Huskys. Eine Kreuzung aus Sibirian Husky und zahlreichen anderen Rassen wie Schäferhund oder Labrador.

Grönlandhund

In seiner grönländischen Heimat dient er den Inuits heute noch bei der Jagd. Die harten Lebensbedingungen auf seiner Insel haben ihn nachhaltig geprägt. Er ist der Ungeschliffenste unter den Schlittenhunden.

Malamute

Seine ersten Züchter waren die Indianer vom Stamm der Malemuten im Nordwesten Alaskas. Für sie war dieser äusserst kräftige Hund der ideale Arbeiter vor den schweren Lastenschlitten.

Samojede

Der freundliche weisse Hund hat seinen Namen vom russischen Nomadenvolk der Samojeden. Seine Verbreitung hat er den Engländern zu verdanken, die ihn nach Europa importierten und sich seiner Zucht annahmen.

Die Disziplinen

Die europäischen Schlittehunderennen werden in verschiedenen Klassen gestartet. Es beginnt bei der Pulka-Klasse in der 1 - 2 Hunden einen kleinen Schlitten ziehen und der Musher (Hundeführer) per Ski folgt. Aufgrund des geringen Schneefalles werden diese Rennen auch mit Fahrrädern durchgeführt.Die Streckenlänge beträgt 8 - 14 km.

Weiterhin gibt es, entsprechend der Anzahl an Hunden, verschiedene Klassen mit unterschiedlichen Streckenlängen. Bei der Anspannung der Hunde wird in sogenannte LeadDogs (Leithunde), PointDogs (Die Hunde hinter dem Leithund), SwingDogs (Hunde hinter den PointDogs), TeamDogs (weitere Hunde im Gespann) und den WheelDogs (Die Hunde direkt vor dem Schlitten, in der Regel die Stärksten der Gruppe) unterschieden.

Eines der längsten und härtesten Schlittehunderennen der Welt ist das Iditarod und der Yukon-Quest in Alaska.

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Schulterblatt

Das Schulterblatt* Kräftiger Knochen, der einen grossen Teil des Köpergewichts trägt.

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Schutzdienst-Ausbildung

"Schutzdienst" ist ein Teil der Vielseitigkeitsprüfung für Gebrauchshunde (siehe auch Buchstabe V). Hier werden nicht, wie in der Öffentlichkeit oft unwissenderweise vermutet, die Hund auf Menschen gehetzt. Der Schutzdiensthelfer (der Mann in Schutzhose, - Jacke und mit Schutzarm) ist neben dem Hund die wichtigste Person in dieser Hundesport - Disziplin. Er ist für den Hund zu Beginn Spielpartner und Ausbilder zugleich. Der Helfer muß in der Lage sein auf die unterschiedlichen Hunde einzugehen und entsprechend zu handeln.

Die Prüfungen im Schutzdienst sind in drei Stufen gegliedert:

- Schutzhunde I (SchH I)

- Schutzhunde II (SchH II)

- Schutzhunde III (SchH III)

Doch bevor ein Hund eine dieser Prüfungen absolvieren darf muß er seine Wesensicherheit in einer Begleithundeprüfung unter Beweis stellen. Hier wird der Gehorsam und Verträglichkeit des Hundes in einem Unterordnungs- und einem Verkehrsteil geprüft. Er darf gegenüber fremden Personen, Radfahrers usw. keinerlei Aggresivität zeigen.

Die eigentliche Prüfung besteht dann aus mehreren Teilübungen. Es sind eingespielte Lagen / Situationen die der Hund mit seinem Hundeführer zu meistern hat:

1. Revieren nach dem Helfer

Der Hundeführer schreitet mit seinem Hund den Prüfungsplatz ab und gibt dem Hund das Hörzeichen "Voran" oder "Revier". Der Hund sucht nun, während sein Hundeführer auf der Mittellinie weitergeht, nacheinander die einzelnen Verstecke ab. Nach jedem Versteck kehrt er zu seinem Hundführer zurück.

2. Stellen und Verbellen

Im letzten Versteck befindet sich der Helfer. Der Hund muß nun den Helfer aktiv stellen und verbellen. Er darf dabei den Helfer weder anspringen noch zufassen. Auf Anweisung des Richters ruft der Hundeführer seinen Hund in die Grundstellung ab.

3. Verhinderung eines Fluchtversuches des Helfers

Der Helfer tritt nun aus dem Versteck. Der Hund wird abgelegt und der Hundeführer entfernt sich von seinem Hund. Nun unternimmt der Helfer einen Fluchtversuch. Der Hund muß ohne zu zögern den Fluchtversuch selbstständig durch energisches und kräftiges Zufassen wirksam vereiteln. Er darf dabei nur am Schutzarm zufassen. Nach dem Einstellen der Flucht durch den Helfer muß der Hund sofort ablassen.

4. Abwehr eines Angriffs aus der Bewachungsphase

Nach einer Bewachungsphase unternimmt der Helfer einen Angriff auf den Hund. Der Hund muß sich durch energisches Zufassen des Schutzarmes verteidigen, dabei erhält er zwei Stockschläge auf die Schulter durch den Helfer. Nach dem Einstellen des Helfers muß der Hund sofort ablassen.

5. Rückentransport und Überfall aus dem Rückentransport

Der Helfer wird nun vom Hundeführer abgeführt und der Hund überwacht in dieser Phase den Transport. Der Hund geht dabei frei bei Fuß neben dem Hundeführer. Plötzlich dreht sich der Helfer um und übernimmt einen Angriff auf den Hund. Dieser muß sich sofort durch das Zufassen in den Schutzarm verteidigen. Nach der Einstellung des Helfers muß der Hund sofort ablassen.

6. Angriff auf den Hund aus der Bewegung

Der Hundeführer geht zu einem markierten Punkt auf der Mittellinie. Der Helfer tritt nun aus dem Versteck und läuft auf den Hund zu. Dabei geht er mit wilden Vertreibungslauten und schwingendem Softstock auf den Hundeführer und seinen Hund los. Sobald er sich bis auf 60 Schritt genähert hat, gibt der Hundeführer seinen Hund frei. Der Hund muß den Angriff durch energisches zufassen in den Schutzarm abwehren.

7. Abwehr eines Angriffes aus der Bewachungsphase

Nach einer erneuten Bewachungsphase unternimmt der Helfer erneut einen Angriff auf den Hund. Dieser muß in gewohnter Manier sofort energisch zufassen und den Angriff abwehren. Nach dem Ablassen des Hundes erfolgt ein Seitentransport des Helfers zum Richter, wo der Softstock an den Hundeführer übergeben wird und die Prüfung beendet ist.

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Schwanzwedeln

Anzeichen der Stimmungslage des Hundes. Zum Zeichen der Freude klopft er beim Sitzen oder Liegen mit der Rute auf den Boden, beim Stehen schlägt die Rute weit hin und her, um so stärker, je grösser die Freude ist.
Der ängstliche Hund klemmt die Rute ein.

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Schwefel (S)

nichtmetallisches Element Atomgewicht 32.06, Wertigkeit 2, 4 und 6, kommt gediegen in Sizilien und in Amerika vor. Im Gips ist es zu 25-40% im Gestein eingebettet. Schwefel spielt in der Ernährung eine Rolle in Form seiner Verbindungen, wo es namentlich in den essentiellen Aminosäuren Methionin, Cystin und Taurin sowie u.a. im Vitamin Biotin vorkommt. S wird u.a. benötigt für die Bildung des Haarkleides.

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Selen (Se)

ein nichtmetallisches, dem Schwefel ähnliches Spurenelement, das erst im Jahre 1957 als essentiell erkannt wurde. Se ist Bestandteil der Glutathionperoxidase, die schädlich wirkende freie Radikale (Peroxide) inaktiviert. Es ist zusammen mit Vitamin E, das die Entstehung solcher Radikale hemmt, für die Integrität von Zellmembranen unentbehrlich. Se ist jedoch auch toxisch (= giftig). Überdosierungen sind deshalb zu vermeiden (Bedarf s. Spurenelemente).

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SKG

Schweizerische Kynologische Gesellschaft.

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Sozialisierung

Sozialisierung heisst Gesellschaftsfähig-Machung. Für Hunde in unserer engen Gesellschaft von höchster Wichtigkeit. In der Sozialisierungsphase erfolgt eine eindrückliche und intensive Entwicklung neuer Verhaltensweisen, deren normale Ausgestaltung im sozialen Bereich ausgeprägter Kontakte sowie Angebot flexibler Umweltreize bedarf.

Sozialisation an Artgenossen, umgebenden Tieren und Menschen aller Altersstufen und Körpersprachen sowie eine ebensolche Gewöhnung an Umweltreize, die auf den Hund künftig zukommen können. Umweltsichere Hunde zeigen kaum eine schnelle Eskalation aggressiver Kommunikationen.

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Sozialisierungsphase

8. - 12. Lebenswoche

Die Welpen beginnen nun um das Futter zu raufen und kleine Jagdspiele einzuüben. In der Natur beginnt die Hündin jetzt damit den Jungen auch schon lebende Beute vorzulegen damit sich die Kleinen im Fangen und Töten üben können. Es entwickelt sich jetzt ein Abwehrverhalten am Futter mit "Fellsträuben", "knurren" und "Abwehrschnappen". Viele Hundezüchter machen jetzt den Fehler und trennen die Welpen beim Füttern, damit auch keiner zu kurz kommt. Wenn jedoch genug Futter vorhanden ist kommt keiner der Welpen zu kurz. Derjenige der genug hat zieht sich normal vom Futter zurück und so kommt jeder an die Reihe. Aber das Streiten um Futter hat eine sehr wichtige Funktion, denn man lernt dabei als Welpe, wie man sein Recht behauptet, und reagiert überdies eine ganze Menge Aggression ab. Diese Scheinkämpfe am Futter tragen dazu bei, dass später Kopf an Kopf gefressen wird, weil die Jungen gelernt haben, dass aller Futterneid sinnlos ist, da man ohnehin nur genügend Beute auf der Jagd macht wenn man zusammenarbeitet.

Bei den Welpen kann man jetzt beobachten das es einen ständigen Wechsel zwischen Verlierer- und Siegerspielen gibt. Es wird heftig zugebissen und ebenso heftige Schmerzlaute ausgestoßen. Durch dieses Verhalten lernen die Welpen ihre Kräfte abzuschätzen und unter Kontrolle zu bringen. Wenn der Welpe jetzt lernt, dass unsere Hand nicht aus Holz ist, begreift er bald wie weit er gehen darf und wird mit uns auf "sanfte" Art spielen. Ein Hund der gelernt hat wie fest er zubeissen darf, kann so zart in die Hände oder Beine "beißen", als wenn wir neugeborene Welpen wären. In der Natur setzt nun auch eine viel straffere Disziplinierung durch die Hündin und den Rüden ein. Der Rüde setzt "Tabus", um deren Einhaltung er sich konsequent kümmert. Er "erklärt" zum Beispiel einen alten Knochen zum "Tabu". Die Welpen versuchen sich natürlich darüber hinwegzusetzen. Sofort werden sie energisch bestraft indem sie im Nacken- oder Rückenfell gepackt oder über den Fang gebissen werden. Der Welpe wirft sich demütig auf den Rücken. Sobald sich der Rüde mit etwas anderem beschäftigt versucht es der Welpe auf´s Neue. Natürlich erhält er sofort wieder Prügel. Dies kann sich mehrfach wiederholen und so lernt der Welpe was er von der Konsequenz des Alten zu halten hat.

Diese Konsequenz festigt die Autorität des Rüden und seine Rolle als Rudelführer. Sie wird alsbald vom Welpen anerkannt und mit Schnauzenlecken bezeugt er seine Reverenz. Es ist als wollte er sagen: "Chef, du weißt was du willst, zu dir kann man Vertrauen haben." Uneingeschränkte Anerkennung der elterlichen Autorität ist die Grundlage für das Überleben der Art.

Dieses Zusammenspiel muß der Welpe nun auch mit dem Menschen lernen. Freundliche Verhaltensweisen wie loben oder streicheln prägen sich jetzt genauso ein wie disziplinierende Strafen bei Übertretungen von Tabus. In der Regel sind hier einige Wiederholungen notwendig, da der Welpe, wie schon beschrieben, auch die Konsequenz seines menschlichen Erziehers erprobt.

Je lustvoller das Spiel in dieser Zeit mit dem Menschen ist und je mehr erstes Lernen als Spiel empfunden wird, um so größer wird die künftige Lernfreudigkeit des Hundes. Sie wird in dieser Phase für alle Zeiten festgelegt.

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Sprunggelenk

Ermöglicht den Sprungvorgang Setzt sich aus den sieben Knochen*. der Hinterfusswurzel zusammen. Nach aussen ist das Fersenbein und der Fersenbeinhöcker sichtbar. Die Geometrie des Sprunggelenks ist massgeblich für die Art der Vorwärtsbewegnung.

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Spurenelemente

für die in untenstehender Tabelle aufgeführten 7 Spurenelemente werden über deren täglichen Bedarf; ihre Funktion bei der Ernährung sind unter den einzelnen Namen – alphabetisch in diesem Text – zu finden. Für die nachfolgenden Elemente, die nicht in der Tabelle aufgeführt sind, gibt es, obwohl sie als Spurenelemente eine gewisse Rolle zu spielen scheinen, keine Bedarfsmengen, da die notwendigen Mengen so gering sind, dass eine spezifische Zufuhr dieser Stoffe allenfalls in hochgereinigten Diäten beachtet werden muss.

Molybdän (Mo)
s. unter Molybdän, sowie unter Hypoxanthin und Xanthin
Fluor (F)
s. unter Fluor
Chrom (Cr)
für Kohlehydratstoffwechsel
Nickel (Ni)
für Membranfunktion
Silizium (Si)
für Skelettentwicklung
Vanadium (V)
für Wachstum und Reproduktion
Arsen (As)
für Wachstum und Blutbildung
Blei (Pb)
für Blutbildung.

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Staupe

Die Staupe wird durch ein Virus verursacht. Die Ansteckung erfolgt zumeist durch direkten Kontakt von Hund zu Hund, aber auch indirekt durch Einschleppung mit Schuhen oder Kleidung. Die Erkrankung beginnt mit hohem Fieber, Augen- und Nasenausfluß und mit der absoluten Nahrungsverweigerung der Hunde. Im weiteren Verlauf der Erkrankung äußert sich die Staupe auf verschiedene Art und Weise. Man unterscheidet drei Verlaufformen, die aber ineinander übergehen können.

Bei der Darmstaupe leiden die Hunde an beinahe unstillbarem Durchfall und an starkem Erbrechen.

Bei der Lungenstaupe werden hauptsächlich quälender Husten, Nasenausfluß und eine manifeste Lungenentzündung beobachtet

Bei der Nervenstaupe leiden die Hunde an Krämpfen und Lähmungen und verlieren teilweise sogar das Bewußtsein.

Viele Staupe-Erkrankungen verlaufen leider tödlich. Die Tiere, die eine Staupe überlebt haben, behalten häufig lebenslange Schäden wie Zahnschmelzdefekte, spröde rissige Pfoten und unter Umständen Verhaltenstörungen zurück.

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Stehtage

Empfänisbereite Zeit der Hündin während der Hitze.
Die Hündin beisst einen paarungsbereiten Rüden nicht weg, sondern nimmt die Rute zur Seite und bleibt zum Vollzug des Deckaktes stehen.
Normaleweise fallen die Stehtage auf den 11. bis zum 13. Tag der Läufigkeit.

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Stoffwechsel

Jeder Organismus kann nur leben, in dem er Energie (Nahrung) aufnimmt, verwertet und die Abfallstoffe wieder ausscheidet. Diesen gesamten Vorgang nennt man Stoffwechsel. Für die Nahrungs- und Nährstoffaufnahme sind die Hornschneiden des Kiefers, Maul, Magen und Darmtrakt verantwortlich. Dazu behilflich sind die Drüsen in Maul und Magen, die Leber (Gallenproduktion) und die Bauchspeicheldrüse, die bestimmte Verdauungssäfte (Säuren, Enzyme und Fermente) dem Nahrungsbrei zufügen, damit er möglichst gut "zerlegt" werden kann. Der Darm vervollständigt dann mit weiteren Verdauungssäften die "Zerkleinerung" des Nahrungsbreies und holt sich dann die "brauchbaren" Stoffe heraus. Über den Blutweg werden die im Nahrungsbrei enthaltenen Nährstoffe (Eiweisse, Fette, Kohlenhydrate), Regelstoffe (Vitamine) und Mineralstoffe dem Körper zugeführt.

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Stubenreinheit

Direkt nach der Trennung von seiner Mutter und den Geschwistern, fühlt sich jeder Welpe verlassen und allein. Besonders zu dieser Zeit braucht er sehr viel Zuwendung. In dieser Phase muß er auch noch sein zukünftiges, noch unbekanntes Revier erkunden und sich an die fremden Gerüche und Menschen gewöhnen. Dazu braucht er etwas Zeit. Aber warten Sie nicht zu lange mit der Erziehung zur Stubenreinheit. Denn nach einigen Monaten beginnt der Welpe sich zu beherrschen. Natürlich passiert ab und zu ein Malheur. Aber er versucht es immerhin. Das Malheur sollten Sie aber nur wegwischen, wenn der Hund nicht dabei ist und es nicht sehen kann. Sonst könnte er glauben, daß Sie an seinen Geschäften sehr interessiert sind, und das wäre fatal. Wenn Sie ihn auf frischer Tat ertappen, so nehmen Sie seine Schnauze in Ihre Hand und halten Sie sie ein paar Momente fest. So erzieht die Hündin ihre Welpen auch. Die Annahme, daß man den Welpen am Nackenfell zur Strafe fest schütteln sollte, ist leider sehr weit verbreitet, jedoch vollkommen falsch!! Haben Sie jemals eine Hündin gesehen, die ihre Welpen am Fell hochzieht und schüttelt?! Sie nimmt die Schnauze des Welpen in ihren Mund und hält einige Sekunden fest. Wenn Sie sich ein paar Vidoes über das Verhalten der Wölfe ansehen, werden Sie feststellen, daß auch Wölfe ihre Jungen so erziehen. Daher versteht der Welpe das Schütteln nicht. Er weiß nur, daß es sehr unangenehm ist und unter Umständen auch wehtut.

Das wichtigste bei der Stubenreinheit ist die Routine. Der Welpe muß jeden Tag zur gleichen Zeit seine Geschäfte machen können. Am besten, Sie gehen nach dem Aufstehen, vor dem Zubettgehen, nach dem Essen und Trinken immer an die gleiche Stelle im Garten oder vor dem Haus. Am Anfang ist der Welpe vielleicht noch etwas widerspenstig, aber wenn Sie hartnäckig bleiben und ihn jedes Mal nach getaner Arbeit loben, wird er nicht mehr rückfällig werden. Aber passen Sie auf, nach dem Essen sollte sich der Welpe etwa 1 bis 2 Stunden körperlich nicht verausgaben müssen, sondern alles ruhig verdauen können. Erst dann können Sie mit ihm auf einen Spaziergang in den Garten oder vors Haus gehen.

Von Anfang an sollten Sie ihn an ein Wort wie "Gassi gehen?" oder "Spazieren?" gewöhnen. Sobald Sie die Leine aus dem Schrank holen sieht er, daß es wieder raus geht. In diesem Moment ist dieses Wort angebracht. Wiederholen Sie es öfters, damit sich der Hund das auch merken kann. Bald müssen Sie nur noch das Wort sagen und der Hund bringt die Leine von selber, wenn sie in seiner Reichweite hängt oder liegt.

Auch Zeitungspapier kann den Welpen schneller stubenrein machen (aber kein glänzendes - das ängstigt den Welpen). Legen Sie es in der Nähe seines Körbchens aus. Angezogen von seinem eigenen Duft, wird er immer wieder dorthin zurückkehren. Je größer der Hund wird, desto näher sollten Sie das Papier an die Haustür ziehen und damit zeigen, daß Spazierengehen Pipi machen heißt.

Bis zur vierten Lebenswoche des Welpen übernimmt die Mutter die Reinigung der Junge. Durch Belecken der Analgegend stimuliert sie die Urin- und Kotabgabe. Sobald die Welpen den Schließmuskel selbst kontrollieren können, hört sie nach und nach damit auf.

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